Sportvereinigung Großgräfendorf e.V.

1.Männer : Spielbericht Kreisliga, Qualifikationsstaffel 2, 6.ST

SV Großgräfendorf   VfL Querfurt 1980
SV Großgräfendorf 2 : 1 VfL Querfurt 1980
(1 : 0)
1.Männer   ::   Kreisliga, Qualifikationsstaffel 2   ::   6.ST   ::   25.09.2021 (15:00 Uhr)

Spielstatistik

Tore

John Seidemann, Tobias Rothermund

Assists

Steve Rähme, Patrick Samel

Gelbe Karten

Steve Rähme, Felix Schmidt, Paul Schubert

Gelb-Rote Karten

Steve Rähme (90.Minute)

Zuschauer

60

Torfolge

1:0 (41.min) - Tobias Rothermund (Patrick Samel)
1:1 (88.min) - VfL Querfurt 1980
2:1 (90.min) - John Seidemann per Elfmeter (Steve Rähme)

Der Gästetrainer und ein Spieler erweisen sich als sehr schlechte Verlierer

Am 6. Spieltag konnte unsere Mannschaft den VfL Querfurt glücklich, aber verdient mit 2:1 besiegen und damit die Abwärtsspirale vorerst stoppen. Was 88. Minuten lang in normalen Bahnen verlief, hatte ein Ende mit faden Beigeschmack. Dazu später mehr.

In den ersten 25. Minuten beherrschten die Quernestädter das Geschehen auf dem grünen Rasen fast nach Belieben. Unsere Mannschaft lief nur hinterher, bekam im Mittelfeld keinen Zugriff, hatte große Schwierigkeiten mit der VfL- Offensive und der eigene Angriff agierte mehr als unglücklich. Außerdem hatte man bei 3 guten Chancen der Gäste großes Glück, nicht schon frühzeitig in Rückstand zu geraten. Das änderte sich erst, als Steve fast aus dem Nichts die vermeintliche Führung erzielte. Leider bewertete der Unparteiische  den vorangegangen Zweikampf mit Torhüter Müller als regelwidrig und annullierte den Treffer. Eine harte, aber auch vertretbare Entscheidung. Kurze Zeit später lag der Ball erneut im Gästetor, als Tobi ein mustergültiges Anspiel von Patrick verwertete. Und, dieses Mal fand der Treffer Anerkennung. Nach der Pause änderte sich das Bild nicht entscheidend. Obwohl die Kräfte der VfLer merklich schwanden, konnten sie immer wieder gefährliche Nadelstiche setzen. Und da das Team um Kapitän Nico traditionell in der entscheidenden Zone zu unkonzentriert agierte, kam es, wie es kommen musste. Zwei Minuten vor Schluss der offiziellen Spielzeit gelang den Quernestädtern der zu diesem Zeitpunkt schmeichelhafte Ausgleich. War der erhoffte Heimsieg nun dahin? Nein. Eine Minute später nahm Steve noch einmal Fahrt auf, umkurvte seinen Gegenspieler und drang anschließend in den Strafraum ein. Dort wurde er vollkommen unmotiviert von den Beinen geholt. Was eine unnötige Aktion zu diesem Zeitpunkt. Dem Schiedsrichter blieb hier nichts anders übrig, als auf den Punkt zu zeigen. Warum man anschließend auf Seiten der Gäste so unsportlich reagieren muss wie geschehen, bleibt wohl ihr Geheimnis. Als die Wogen wieder geglättet waren, legte sich John den Ball bereit, um ihn Sekunden später zum vielumjubelnden Siegtreffer förmlich ins Gästetor zu nageln. Nachfolgend schloss sich Steve dem Querfurter Verteidiger im Punkt unnötige Aktion an. Er wollte den zurückspringenden Ball vor Freude erneut im Gehäuse unterbringen. Leider verfehlte dieser Versuch sein Ziel und der Schiedsrichter wertete jene Aktion als Ballwegschlagen. Schon mit Gelb vorbelastet erhielt Steve nun die Ampelkarte. Nur Sekunden später erfolgte dann der Schlusspfiff.

Fazit: Glücklich, aber letztendlich verdient gewonnen. Schade nur, dass Steve seiner Mannschaft in der schwierigen Zeit einen solchen Bärendienst erwies.

Leider erwiesen sich der Gästetrainer und einer seiner Spieler als sehr schlechte Verlierer. Mit zunehmender Spielzeit gefühlt jede Schiedsrichterentscheidung zu kommentieren, dem Schiedsrichter beim Erhalt einer Verwarnung seinen Namen nicht zu nennen, seine Mannschaft vorzeitig vom Spielfeld holen zu wollen und Verwarnungen für gegnerische Spieler fordern, das steht nicht gut zu Gesicht. Er sollte besser ein Gespräch mit seinem Spieler führen, warum dieser bei der Strafstoßsituation so handelte. DAS wäre hilfreicher, als die Niederlage mit sämtlichen anderen Dingen zu überdecken. Der absolute Höhepunkt wurde aber nach dem Spiel präsentiert, als man den Spielbericht mit 2 "Anekdoten" füllen musste, welche mehr als in Frage zu stellen sind. Einen erfahrenen Spieler in die Schublade eines ...... zu schieben, sehr, sehr niedriges Niveau. Es ist dabei zu bedenken, dass in der heutigen Gesellschaft mit dieser sensiblen Thematik sehr vorsichtig umgegangen werden sollte, da sich ein angeblich Schuldiger nur sehr schwer aus dieser Schlinge befreien kann. Und, wer im Glashaus sitzt, der sollte nicht mit Steinen werfen. Oder wie ist die verbale Androhung vom Gästetrainer gegen Benny G. zu werten?

+ der Kampfgeist und die Moral

- die unnötige, wenn auch sicher anders gedachte Aktion von Steve nach dem Siegtreffer

- die lange Anlaufzeit

- Chancenverwertung

- zu viel unbeteiligte Spieler in Minute 90 am Ort des Geschehens (Strafraum)

Ein großes Dankeschön geht an den Unparteiischen für die gute Spielleitung.

Wir wünschen dem VfL viel Erfolg in den nächsten Wochen.


Quelle: Heiko Raehme

Fotos vom Spiel